Immobilienwissen – Architekt

Der Entwurfsverfasser

Die Aufgaben von Architekten sind vielfältig. So sind Architekten von der Planung bis zur Ausführung und Überwachung mit sämtlichen Aufgaben betraut. Alle Aufgaben sind in Leistungsphasen gegliedert. Architekten planen und konstruieren unterschiedliche Bauten. Die Planung umfasst private und öffentliche Gebäude. Sie geht vom Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus, Villa oder Luxusimmobilie über zu städtebaulichen Anlagen und sonstigen Objekten. Ebenso werden Gewerbeeinheiten und Industriegebäude konstruiert. Die Arbeit eines Architekten ist sowohl gestalterisch-kreativ als auch technisch und baurechtlich anzusiedeln. Immer müssen jedoch die Bedürfniss und Anforderungen des oder der Bauherren umgesetzt werden. Das Wissen über den Architekten gehört zum Grundwissen für Immobilienmakler, Verkäufer und alle die mit Immobilien zu tun haben.

Planung, Bearbeitung und Umsetzung

Die architektonische Planung von Gebäuden bedarf umfangreicher Kenntnisse. Daher verfügen studierte Architekten über umfangreiche Kenntnisse auf Gebieten wie: Baukonstruktion und Gebäudekunde, städtebauliches Wissen, Innenarchitektur, Materialkunde, Physik (Statik, etc.), Denkmalschutz, Architekten und Bauverordnung, Bauprojektmanagement, etc.

Bei seiner Arbeit sollten stets kulturelle und rechtliche Belange berücksichtigt werden. Archtekten sind nach Ihrem Studium und einigen Praxisjahren in der Architektenliste aufgeführt. Für Architektenleistungen ist das BGB zuständig. Architekten arbeiten sowohl mit einem Makler, Bauherren, Eigentümer, als auch mit Städten und Gemeinden zusammen. Oftmals liegen beim Verkauf einer Immobilie dem Immobilienvermittler die Unterlagen vor.

Leistungsphasen und Honorarzonen

Architektenleistungen werden in s.g. Leistungsphasen aufgeführt. Der Architekt berechnet nur durchgeführte Einheiten. Diese bestehen aus 9 Phasen, die grob gesagt die Planung, Umsetzung und Überwachung beinhalten. Ein abgeschlossener Vertrag über Architektenleistungen ist ein Werkvertrag. Abgerechnet wird nach der Honorarordnung für Architekten, der HOAI.

Immobilienwissen – Architekt

Neben den Leistungsphasen sind die Honorarzonen wichtig. Gebäude und deren Aufwand werden in diesen Zonen gegliedert und beschrieben. Eine normale Immobilie liegt beispielsweise in Honorarzone 3. Je aufwendiger das Gebäude ist, desto höher ist auch die Honorarzone. So ist sie bei einem Krankenhausbau deutlich höher als bei einem Schuppen. Ein Architektenvertrag ist immer kündbar.

Immobilienwissen – Arglistige Täuschung

Vorsätzliche oder arglistige Täuschung

Wenn es zu einer Kaufrückabwicklung kommt, liegt dies oft in einer arglistigen Täuschung begründet. Hier wird dann vor Gericht der Kaufvertrag für eine Immobilie angefochten. Die arglistige Täuschung ist im BGB unter §123 geregelt. Der Tatbestand ähnelt dem des Betruges.

Arglistig oder vorsätzlich?

Wenn bei einem Verkauf einer Immobilie , beispielsweise durch einen Immobilienmakler, bewußt Mängel verschwiegen werden, so ist hier arglistig oder auch vorsätzlich gehandelt worden. Der Begriff „arglistig“ wird im Gesetz genannt, klingt aber altertümlich. Moderner ist die Bezeichnung: vorsätzliche Täuschung. Wenn ein Kaufvertrag beispielsweise wegen arglistiger Täuschung angefochten werden soll, wird in der Regel ein Anwalt (möglichst mit umfassenden Immobilienkenntnissen) hinzugezogen.

Vorspielung falscher Tatsachen

Die arglistige Täuschung ist das vorsätzliche Hervorrufen und Aufrechterhalten einer falschen Tatsache. Dem Käufer werden bewußt Unwahrheiten übermittelt durch den Eigentümer oder Makler oder relevante Tatsachen vorenthalten. Die Anfechtung eines nach § 123 anfechtbaren Kaufvertrages kann nur binnen Jahresfrist erfolgen.

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht

Obwohl der Verkäufer nicht verpflichtet ist, alle Details von seiner Immobilie oder seinen Grundstück zu nennen, darf er keine unzutreffenden Informationen behaupten. Ebenso dürfen dem Verkäufer keine bekannten und relevanten Tatsachen verschwiegen werden. Ein qualifizierter und geschulter Immobilienprofi, wird relavante Merkmale der Immobilie erkennen und sie wahrheitsgemäß benennen. Denn auch ein Immobilienmakler darf keine falschen Aussagen treffen. Falschaussagen können zur Rückabwicklung des Kaufvertrages und zu Schadensersatzansprüchen führen.

Arglistig getäuscht oder verschwiegen?

Strafbar macht sich auch ein Verkäufer oder Immobilienvermittler wenn er, eine ihm bekannte negative Tatsache über das Objekt nicht nur behauptet, sondern einfach nicht nennt.

In dem Moment wird etwas arglistig oder vorsätzlich verschwiegen.

Vorraussetzung dafür ist, dass der Käufer in der Angelegenheit eine Aufklärung zu erwarten hatte. Vorsätzliche Behauptungen, die nicht der Wahrheit entsprechen und nicht zutreffen, nennt man „arglistige Täuschung“. Relavant ist hier, dass der Käufer die Immobilie ohne diese Täuschung nicht gekauft hätte, bzw. Bedenken geäußert hätte.

Gekauft wie gesehen…

Um Mängel beim Kauf einer Immobilie auszuschließen, wird oft die Klausel „gekauft wie gesehen“ im Immobilienkaufvertrag verwendet. Hiermit sollen Mängel pauschal ausgeschlossen werden , die ein Laie als Immobilienverkäufer nicht hätte entdecken können. Ziehen Sie in diesem Fall den Immobilienvermittler beratend hinzu.

Nicht relevant ist, ob es sich um eine Wohnimmobilie, wie eine Eigentumswohnung oder ein Mehrfamilienhaus handelt. Ebenso gelten die gesetzlichen Regelungen auch für ein Einfamilienhaus, die Villa , die Luxusimmobilie oder bei einem Grundstück.

Immobilienwissen – Arglistige Täuschung

Wen der Käufer nachträglich einen versteckten Mangel nachweist, so kann er sich auf eine arglistige Täuschung berufen. Er ist dann in der Beweispflicht und muss belegen, das der Verkäufer ihn hätte aufklären müssen.

Eine arglistigen Täuschung ist immer im Zusammenhang mit einer Aufklärungspflicht des Verkäufers zu verstehen. Hier kann man: Schimmelpilz, Asbest, Altlasten und ungenehmigte Anbauten nennen, dennoch kommt es immer auf den Einzelfall, die Umstände und die Schwere an.

Die Beweispflicht

Eine vorsätzliche oder arglistige Täuschung ist immer durch den Käufer nachzuweisen und zu belegen. Der Verkäufer kann sich jedoch gegen die Bahauptungen wehren. In der Regel erfragt der Geschädigte Rechtsbeistand. Unter Umständen kann es dann zu einer Rückabwicklung des Kaufvertrages und möglicherweise einer Schadensersatzklage kommen. In diesem Fall sollte man sich rechtzeitig einen Anwalt der sich mit dem Immobilienrecht auskennt zu Rate ziehen. Im Kreis Mettmann, Metzkausen und Umgebung (Haan, Hilden, Erkrath…) finden Sie einige Rechtsberater die Sie unterstützen können. Wichtig ist, dass Sie nicht zu lange warten wenn Sie einen Fachman hinzuziehen.

Immobilienwissen – Architektenvertrag

Architektenvertrag oder Ingenieursvertag

Die vertraglichen Regelungen zu einem Architektenvertrag stehen im BGB. Dort werden Modalitäten für sowohl den Architektenvertrag als auch den Ingenieurvertrag definiert. Der Architekt aber auch der Ingenieur sind verpflichtet, die vereinbarten Leistungen zu erbringen und zu überwachen. Die Arbeiten sind in s.g. Leistungsphasen und Honorarstufen unterteilt.

Sonderkündigungsrecht

Zunächst werden mit dem Kunden die Ziele geplant. Dem Bauherren werden dann die Planungsunterlagen mit einer Kostenplanung übermittelt. Der Bauherr kann nun zustimmen oder von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Das Kündigungsrecht erlischt 2 Wochen nach Übergabe der Unterlagen. Jedoch muss der Kunde zuvor von dem Sonderkündigungsrecht informiert worden sein.

Immobilienwissen – Architektenvertrag

Der Architekten- und Ingenieurvertrag ist ein wichtiges Dokument. Als Makler hat man oft mit diesen Unteragen zu tun wenn man sie vom Eigentümer ausgehändigt bekommt. Das passiert beispielsweise wenn man eine Immobilie, ein Einfamilienhaus, eine Eigentumswohnung, eine Villa oder Luxusimmobilie kaufen oder verkaufen möchte. Dem Immobilienmakler liegen dann die Unterlagen zur Sichtung vor.

Vorzeitige Vertragskündigung

Auch der Architekt kann unter bestimmten Bedingungen aus dem Vertrag aussteigen. Oder er setzt dem Kunden eine Frist zur Zustimmung des Vertrages. Wenn der Kunde diese verweigert, kann der Architekt seinerseits den Vertrag kündigen. Es werden dann die bis zur Kündigung des Architektenvertrages angefallenen Arbeiten und Leistungen berechnet.